Cochem, November 2010
Weinlese 2010 - sehr wenig Ertrag, aber hohe Mostgewichte
Liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde,
die Weinlese 2010 hat überregional für Schlagzeilen gesorgt, leider jedoch für nicht besonders erfreuliche - von einem "Extremjahr" war die Rede, teilweise wurde schon das Wort `Disaster´ verwendet, das möchten wir hier aber relativieren-
Schon während der Rebblüte im Frühjahr zeichnete sich ab, dass dieses Jahr keine großen Mengen Wein zu erwarten sind, denn die kühlen Witterungsbedingungen im Mai und Juni liessen die Trauben verspätet und nur sparsam austreiben. Das feucht-kalte Wetter im August löste dann einen frühen Fäulnisbefall der teilweise noch nicht reifen Trauben aus, so dass gerade bei den Frühsorten wie z.B. Müller-Thurgau Ernteausfälle von bis zu 50% keine Seltenheit waren.
An der Mosel haben wir jedoch aufgrund des hohen Riesling-Anteils Glück, was die Qualitäten betrifft: zwar mussten immer wieder mit hohem Arbeitsaufwand faule Trauben herausgeschnitten werden, aber der spätreifende Riesling konnte im September und Anfang Oktober noch einiges an Mostgewicht zulegen.
Und so haben wir zwar über 30% weniger Most als im Vorjahr im Keller, aber darunter einige vielversprechende Qualitäten.
In dieser Situation werden wir 2011 um Preissteigerungen in leider nicht herum kommen. Einige Weine dieses Jahrgangs mussten wir im Preis schon heraufsetzen, da wir dort nicht mit Nachschub rechnen können.
Auf der Weinliste für den Winter 2010/ 2011 finden Sie die hervorragenden Weine der Jahrgänge 2008 und 2009. Da sich unsere fruchtbetonten, individuellen Moselwein- Spezialiäten einer immer größeren Schar von Liebhabern erfreuen, sollten Sie Sich ihre
favorisierten Sorten bald sichern.
Die qualitativ hochwertigen Moselweine der letzten Jahre sind besonders gut geeignet, an Winterabenden mit Familie oder Freunden und während der Festtage besondere Akzente zu setzen.
Über Ihre Weinbestellung freuen wir uns sehr.
Anne HieronimiP.S.: Da unser Büro während der Winterzeit nur unregelmäßig besetzt ist, hinterlassen Sie uns doch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Oder bestellen Sie per Fax, E-Mail oder Post - bitte immer unter der Angabe einer Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.